Mittwoch, 5. Dezember 2007

Alfajores

In unseren Kaffepausen assen wir immer wieder gern Alfajores. Mhm, wie soll man die beschreiben. Weiche Doppelkekse mit Dulce de Leche gefuellt. Dulce de Leche is eine suesse Spezialitaet aus Uruguay aus Milch, Zucker und Ruehrgeduld. Is sehr suess. Nicht wirklich was fuer mich, aber in so einem Alfajor ist es lecker, da geung Keks drum rum is. Werde ich auf jeden Fall vermissen.

Montag, 3. Dezember 2007

Erster Advent

Bald nun ist Weihnachtszeit und auch hier werden Geschaefte und oeffentliche Gebaeude geschmueckt, wie bei uns mit Tannengruen oder ganzen -baeumen an denen Weihnachtskugeln haengen und der Weihanchtsmann darf auch nicht fehlen. Is komisch bei 30 Grad. Den Temperaturen entsprechend, sass ich am Ersten Advent am Rio de la Plata und trank ein kuehles Getraenk.Weihnachten im Kalten ist doch schoener.

Mein neuer Hut


(Wenn der Hut mir nicht mehr gefaellt, kann ich ihn wieder auseinanderflechten und das Band als Geschenkband benutzten - praktisch!!)

Termas del Daymán


Am Freitag kurz nach Mitternach ging es mit dem Schlafbus zu den Termas del Daymán. An Schlafen war in diesem Bus nicht zu denken. Es war zwar nicht so kalt wie in den "normalen" Bussen, aber dafuer viel lauter. Ich glaube, dass ist so ein Phaenomen fuer Schlafbusse oder -zuege oder wie auch immer, man kann darin nicht schlafen - vielleicht weil man es soll. Um sechs Uhr morgens liess uns der Bus an den Termas del Daymán rause- einer Ansammlung von Hotels, entstanden nach dem Motto: Oh, wir haben warmen Quellen hier, lass uns mal ein Schwimmbad drumherum bauen und damit die Gaeste was zu schlafen haben auch noch ein paar Hotels. Am Abend lernten wir gleich den gesamten Ort kennen, da wir von der Bushaltestelle aus in die falsche Richtung gingen, um unseren Bungalow zu suchen. Nach zwanzig Minuten hatten wir ihn gefunden. Der Bungalow war eher ein Apartment in einem Hotel aber schoen. Natuerlich gab es auch Sterne Hotels mit eigenem Pool, den hatten wir nicht, aber wir hatten die grossen Thermen. Aber erstmal gings ins Bett. Nach dem Aufstehen und dem Fruehstueck in der Sonne ging es in die Therme. Vorher kauften wir uns jedoch noch einen schicken Hut, um unser Haupt und uns vor den Sonnenstrahlen zu schuetzen.
Da ich was Thermen angeht, von Venezuela verwoehnt bin, hielt sich meine Freude in Grenzen, kein Vergleich mit den Aguas de Moisés. In den Termas del Daymán, Dayman heisst der Fluss hier, gab es einige gefliesste Wasserbecken mit warmen Wasser. Leider war die Aussentemperatur zu hoch (30 Grad), um sich an dem 25 Grad warmen Wasser im Becken zu erfreuen. Wir waren in der falschen Jahreszeit hier. Jedoch genossen wir die Sonne und gingen manchmal ins warme Nass oder liessen uns von warmen wasser berieseln. Es war ein schoener fauler Tag.
Am Samstag gings wieder zurueck nach Montevideo, da wir uns bei einem Weihnachtskonzert auf den 1. Advent einstimmen wollten. Doch es kam anders.
Unser Doppelstockbus machte mich anfangs etwas seekrank, so dass ich erstmal einen Reisekaugummi zu mir nehmen musste, um die Schwankungen auf den oberen Sitzen zu ueberstehen. Nach 2 Stunden Fahrt fing esan, nach Gummi zu riechen. Ich sass ueber einem der Hinterraeder, wunderte mich noch ueber den Gestank und dann flog unter mir schon etwas schwarzes davon. Der Bus ruckelte und klapperte und blieb gluecklicherweise nicht quer zur Strasse stehen - zwei Schlaeuche waren geplatzt. Noch ein Glueck war, dass wir im menschenleeren Uruguay gerade einen Ort passiert hatten (Young), von wo nun ein Automechaniker gerufen werden konnte. Er brauchte nur 30 Minuten. Nun hatten wir aber nur einen Ersatzreifen - er spottet jeder Beschreibung. Das dritte Glueck war, dass von der Busgesellschaft ein Bus direkt und einer indirekt :-) nach Montevideo gefahren war. Der direkte hatte nun einen Platten, also musste der indirekte bald kommern. Von diesem Bus bekam der Automechaniker nun den zweiten Reifen und er konnte sich ans Reifenwechseln machen. Das ging auch relativ flott, so dass wir mit nur 1 1/2 Stunden Verspaetung in Montevideo ankamen. (Zwischendurch mussten wir nochmal kurz anhalten und der Busfahrer oeffnete die "Motorklappe", um ein wenig Qualm die Freiheit zu schenken.)
Fuer das Adventskonzert war es nun zu spaet und ich freue ich schon auf meine naechste Busfahrt.

Donnerstag, 29. November 2007

Arbeitsweg

Da heute mein letzter Tag im Goethe ist, hab ich mal meinen Arbeitsweg gefilmt... Das Taxi, das meinen Weg kreuzt, faehrt zum Rio de la Plata.
Habe nichts auf dem Video erzählt, da man es eh nicht hören würde, die Stadt bzw. der Verkehr ist ziemlich laut. Aber man hört meine Flip Flops. Ja, ich trag Flip Flops im Dezember und es ist gar nicht kalt. Flip Flop Flip Flop Flip Flop Flip Flop Flip Flop

Die Qualität des Videos ist irgendwie nicht so gut, aber ich hätte es sonst nicht hochladen können. :-)

Mittwoch, 28. November 2007

Der Blick nach Nordost über den Ozean


Wieder in Montevideo began am Montag meine letzte Woche im Goethe Institut. Diese Woche hat für mich auch nur vier Arbeitstage, da ich am Freitag frei nehmen werden, um noch mehr zu erleben - es geht in die Thermen von Salto.
Die Zeit ist knapp. Im August war ich wehmütig, weil ich Berlin verliess und nun werde ich wehmütig, weil ich Montevideo verlassen muss. Leider kann man nicht mal schnell herfliegen. Schade. Und auch in dem kleinen Uruguay gibt es noch soviel zu entdecken. Aber die Arbeit ruft nach Deutschland, wenigstens noch für zwei Monate...
Genug der Trauer. Es gibt noch einiges zu berichten, bevor ihr mich wiederhabt in Deutschland.

Aber eigentlich ist es sooo schön