Freitag, 19. Oktober 2007

"Rumbo al Ruido" II

In der Ausstellung sind viele Werke von Bernd Bleffert zu sehen, dem es darum geht, mit den einfachsten Mitteln Toene und Geraeusche zu erzeugen. So spannte er in einem Raum von einer Seite zur anderen Gitarrensaiten, an denen man sich ausprobieren konnte.

Die Ohren spitzen!!!!

Mittwoch, 17. Oktober 2007

Fußball II


Otternasen, Ozelotmilch...
Am Samstag gings wieder zum Fußball. (Werde hier noch zum Fußballfan.) Wollte es mir aber nicht entgehen lassen, mal bei einem Entscheidungsspiel für die WM dabei zu sein. Es spielten Urugay und Bolivien. Das Stadion war voller als beim letzten Spiel ("Bundesliga"), jedoch nicht ausverkauft, was vor allem an den überteuerten Eintrittspreisen lag, die gegenüber den Preisen von vor vier Jahren um fast 300 % gestiegen sind.
Der Fanblock von Bolivien bestand aus ungefähr 30 Leuten, mit Maskotchen. Sie konnten einem auch ein bißchen leid tun, nach dem Spielende aber sie spielen wohl auch nicht so gut. Heute spielt Uruguay gegen Paraguay in Paraguay, was wohl etwas schwerer werden wird für die Uruguayer. Mitte November gibt es dann wieder ein Spiel in Montevideo gegen Chile, da werden wir dabei sein.
Nach dem Spiel ging es dann in ein vegetarisches Restaurant. Eine Restaurantkette, von der es so sechs Restaurants in der Stadt gibt. War mal was anderes, aber es wird auch nicht mein Lieblingsrestaurant werden. Ich freue mich schon sehr auf den Aufenthalt in Buenos Aires (in einer Woche), da werden wir indisch essen gehen. Indische Restaurants gibt es in Montevideo leider nicht.
Am Sonntag sollte es dann eigentlich zum Pilsen Rock gehen. Ein Festival gesponsert von der Bierbrauerei Pilsen - auf dem Festival gab es erstaunlicherweise kein Bier. Das Festival wurde von 100 - 150 Tausend uruguayische Rockfans besucht.
Ich war leider nicht dabei - hatte wieder den Zustand mit "M". Ich habe mir aber die Musik im Netz angehört. Sehr rockig alles. Werde mir im November ein Konzert einer Rockband in Montevideo anhören.

Uruguay - Bolivien, Tor 4:0, Endstand 5:0


Bißchen unscharf. Das war die Aufregung.

Mittwoch, 10. Oktober 2007

Beim letzten Sonnenschein


Tja, beim letzten Sonnenschein saßen die drei Praktikantinnen und der Bibliothekar (eigentlich Architekt) auf dem Mitteldach der Institutes und aßen zu Mittag. (Christian, Kristina, Anni, Nina.)
Man beachte die liebevolle Deko auf dem Tisch.

Che Guevara

Da ich nicht weiß, ob dies in den deutschen Medien verbreitet wurde, erzähle ich mal, dass gestern (9.10.) der 40 Todestag von Che Guevara war. Hier konnte man davon jedenfalls in den Zeitungen lesen. Auch meine Vermieterin (Clara) und ihr baldiger Mann (Julio) haben mir davon berichtet und sagen auch, dass "Che" eine große Bedeutung in ihrer Jugend hatte.
In Montevideo gibt es auch ein Denkmal von ihm. Jedoch ziemlich weit ab von der Stadt in der Nähe des Cerro de Montevideo (Der höchste bergige Hügel von Montevideo, ihr erinnert Euch?) Man braucht aber etwas Phantasie, um ihn zu erkennen. Glücklicherweise trägt er seine Baskenmütze.
Und wo Che is, is Fidel nich weit. Von ihm ist hier auch des öfteren was in den Zeitungen zu finden.

Freitag, 5. Oktober 2007

Jazzmusik



Im Rahmen der Jazz-Tour war die Jazzband Nubox (früher Bluebox) in Montevideo. Vor 25 Jahren gründete sich das Trio Nubox, das Jazz- und "Computermusik" verband. Seit 2002 gibt es Nubox, das Trio ist nun ein Quartett, der vierte Mann ist ein DJ.
Ich durfte die Nuboxer ein wenig betreuen und es war auch geplant, dass ich bei ihren zwei Interviews im Radio übersetze. Ich hätte den deutschen Teil übernommen und Christian (Kollege vom GI, der auf den Wasserfotos zu sehen ist) den spansichen. Wie sollte es anders sein, ich bekam Migräne, so verpasste ich leider meine große Chance Radiostimme 2007 in Montevideo zu werden...
Und Christian konnte ich auch nur durch meine pysische, lächelnde und nickende Anwesenheit unterstützen. Jedoch war es interessant,"mal im Radio dabei zu sein". Es ist wirklich so, wie man es im TV immer sieht.
Am Dienstag war dann das Konzert von Nubox in einem ehemanligen Kinogebäude, in dem ich nun schon in drei verschiedenen Räumen zu drei unterschiedlichen Veranstaltungen war. (Brahmsfestival, Nubox-Konzert und mal glaubt es kaum, einem Kinofilm) Es war ein wirklich großes Kino.
Ich bin kein großer Jazz Fan aber die Musik hat mir gut gefallen, interessante Idee Jazz mit nem DJ zu verbinden. Er hatte so auch tanzbare Elemente.
Auf dem Sepia Foto ist die Vorband zu sehen: Federico Deutsch&Maverick. Sie spielen irgendwas zwischen Britpop, Alternativ und Indie, gar nich so übel.
??????

Mittwoch, 3. Oktober 2007

Fussball I



Am Sonntag waren wir beim Fußball. Muss man ja mal gemacht haben, in dem Land, in dem 1930 die erste richtige Fußballweltmeisterschaft stattfand. Zwar wurde 1924 das Fußballturnier im Rahmen der Olympischen Spiele durch das Mitspielen der Uruguayer ein Weltturnier, aber es waren noch keine Weltmeisterschaften. Schon 1924 fielen die uruguayischen Spieler mit ihrer dynamischen Spielweise auf und gewannen. Bei den ersten Fußballweltmeisterschaften in ihrem Land und überhaupt siegten die Uruguayer ebenfalls, das sollte sich 1950 wiederholen.
Das Fußballspiel am Sonntag fand in dem Stadion von 1930 statt, in dem nicht soviel verändert wurde seit der Zeit, außer vielleicht die Sitze.
Da das Spiel nicht so wichtig war, war es dementsprechend nicht gut besucht. Aber die Fans hörte man schon von weitem - singen, trommeln, tralala. Es spielte Nacional Montevideo gegen Central Espanol FC. Nacional ist in der Tabelle auf dem 7. Platz und Espanol auf dem 15..Trotz dem großen Tabellenunterschied spielten die Mannschaften unentschieden 1:1.
Nacional und Penarol sind die beiden großen Fußballvereine in Montevideo. Von den 16 Fußballmanschaften der 1.Liga sind jedoch nur 3 nicht aus Montevideo. Penarol, derzeit auf Platz 6, hat aber eine größere Fangemeinde als Nacional.
Nun gut, zum Spiel. Nacional spielt grad nicht so super. Dementsprechend wechselten die Lieder der Fans von anfangs ermutigenden Liedern - "heut gewinnen wir" zu: "wenn man nochmal Meister werden will, muß man seine Eier bewegen" - oder so ähnlich. (nacional war vor zwei Jahren Meister.) Die Lieder der Fans wurden dann noch verärgerter, als Espanol das erste Tor schoß. Die Fans sangen nun Fanlieder von Penarol. Mit dem 1:1 konnten die Fans dann etwas beruhigt werden, aber sie waren weiterhin der Meinung, dass Nacional ganz schön schlecht spielen und das haben sie auch. Besonders der junge Mann auf dem Foto mit der 10 war sehr verärgert über das Spiel. Er hat aus Leibeskräften gesungen, gerufen, geschimpft und am Ende des Spiels saß er ziemlich traurig auf der Bank.
Dann waren 90 Minuten um.